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07.05.2023
2 Kommentare

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Senftenberg
Verlag: Max Artlich, Phot., Senftenberg.
Aufnahme <= 1911
Sammlung Detlef Krumm
Empfänger dieser beiden Ansichtskarten waren damals sicher schwer beeindruckt angesichts der steil abfallenden Geländekante, die einem hier geboten wird.
Und auch heutzutage fragt man sich, wie es mit der zu jener Zeit verfügbaren Technik gelingen konnte, einen Kessel mit derartig hohen Wänden in die Gegend zu fräsen. Immerhin erfolgte, wie man erkennen kann, der Abbau des knapp 20 Meter hohen Kohlenflözes (das Deckgebirge hat mindestens dieselbe Höhe) noch mit purer Muskelkraft.
Senftenberg
Verlag: Max Artlich, Phot., Senftenberg.
Aufnahme <= 1911
Sammlung Detlef Krumm
Beide Aufnahmen sind zweifellos bei und derselben Gelegenheit geschossen worden und die bildseitige Aufschrift gibt sogar Aufschluß darüber, wo. Nämlich im Tagebau 1, der sich in der Nähe von Meurostolln befunden haben muß.
Vielleicht sehen wir auf dem linken Foto sogar das andere Ende des berühmten "Meurostolln", dessen Mundloch ja immer noch erhalten ist. Selbiges befindet sich am äußersten nördlichen Rand von Hörlitz.
Man weiß es nicht!
Genauso wenig, wie man heutzutage sagen kann, wo sich die nachfolgenden Szenen abspielten. Vermutlich konnte man das bereits wenige Wochen nachdem der Fotograf die "Arbeiterdenkmäler" ablichtete auch schon nicht mehr. Dazu ist in einem Tagebau viel zu viel Bewegung und das Gelände ist stetigen und schnellen Veränderungen unterworfen.
Senftenberg
Aufnahme = 1928
Sammlung Detlef Krumm
Gleis-Kolonne
⚒ 19 Grube Meurostolln 28 ⚒
Hoch die Arbeit!
Dass sie keiner fassen kann!!
Senftenberg
Aufnahme = 1928
Sammlung Detlef Krumm
Personal
v.
Bagger S 43
Grube Meurostolln
1928
Das Stichwort "Meurostolln" fällt auch auf diesen beiden Fotopostkarten. Sicherlich nicht im Tagebau 1, sondern in dem späteren, mit "4" bezeichneten, aufgenommen. Das konkrete Jahr wird ebenfalls mitgeliefert und es besteht überhaupt kein Zweifel daran, daß 7 der 8 Leute, die auf dem linken Stück auf oder am Bagger herumturnen, auf dem rechten Exemplar näher an die Linse geholt wurden.


Besagten "Tagebau 4" sehen wir auf der nächsten Postkarte, sofern man der bildseitig aufgebrachten und von mir digital entfernten Beschriftung trauen kann.

Während wir wenigstens einen Ortsbezug erhalten, bleibt der Zeitpunkt der Aufnahme im Dunkeln. Vermutlich auch so Ende der 1920er Jahre.

Senftenberg
Aufnahme <= 19??
Sammlung Detlef Krumm
Senftenberg
Aufnahme <= 19??
Sammlung Theodor Restel
- Grube Meurostolln - Tagebau 4 -
Gänzlich ohne Angaben kommt das letzte Stück für heute daher. Bei genauer Betrachtung der abgebildeten Personen stellt man aber Überschneidungen mit dem Baggerpersonal weiter oben fest. Und es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn das im Hintergrund nicht sogar derselbe Bagger ist, den man den beiden Ansichten aus dem Jahr 1928 ausmachen kann. Nunmehr jedoch in der Variante "Tiefschnitt" denn die Eimerleiter zeigt nach unten.
Insofern kann man positiv davon ausgehen, daß wir uns auch hier im Tagebau Meurostolln bewegen.