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Alle Jahre wieder kommt das Christuskind. Und alle paar Wochen kommt die Rubrik 7845 auf www.gruss-aus-senftenberg.de
Dabei verlustiere ich mich heute in einer Region, die mir ziemlich vertraut sein müsste und die doch im Zuge meiner Vorbereitungen erhebliche
Wissenslücken offenbarte. Dazu aber später mehr.
Vermutlich hätte man sich die Installation der Wäschestangen sparen können, da keine vernünftige Hausfrau ihre Wäsche in diesem "Mittelgebirge" aufgehangen hat. Wobei
derartige Trockengelegenheiten an dieser Stelle tatsächlich notwendig gewesen wären. Der gesamte Wohnblock verfügt(e) nämlich über keine Balkons auf denen man ggf.
die Kleidungsstücke an der frischen Luft hätte trocknen können. Die paar kreuz und quer verteilten Dinger, die wir auf dem Foto sehen, wären demzufolge auch zahlenmäßig
viel zu knapp bemessen gewesen. |
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Der Fotograf der nächsten Aufnahme überlieferte uns für selbige ein 1978. Ich habe Zweifel! Bei sehr starker
Vergrößerung kann ich schon den Poliklinik-Bau (mit eingesetzten Fenstern!) erkennen. Ringsherum sind
diverse Bauwagen und -container zu sehen. Die Baustelle an sich ist noch eingezäunt. In jedem Fall wurde
das Foto um einiges später gemacht, als die drei ganz oben. Im Zusammenhang mit dem erwähnten Foto des Rohbaus,
das vor März 1979 ebenfalls aus dem Hochhaus heraus aufgenommen wurde, ist das 1978 aus meiner Sicht nicht
mehr haltbar. Ich takte die Aufnahme deshalb in Mitte 1979 ein. In das Jahr, das mir Wikipedia als Jahr
der Inbetriebnahme der Poliklinik nennt. Ob letzteres stimmt bzw. wann genau in 1979, wäre noch zu klären. Klärungsbedarf gibt es auch hinsichtlich des nachfolgenden Fotos, das aus einer anderen Quelle stammt und nicht nur deswegen schlecht datierbar ist. |
Aufnahme = 1979
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Die zeitliche Deckelung dieser Aufnahme ist in der Tat ziemlich schwierig. Deshalb habe
ich freihändig ein <= 1985 vergeben und denke, daß das in jedem Fall plausibel erscheint.
Wie oben erwähnt: wir sehen die angerampte Zuwegung, die nachträglich geschaffenenen
Parkplätze und die dafür zurückgesetzten Straßenlaternen (zumindest eine davon) die
für die Datierung des vorletzten Fotos eine Rolle spielen.
Übrigens ist es kein Geheimnis, daß derartige "Zweckbauten" wie die Poliklinik oder auch
die Schule, die wir weiter oben schon im Bild hatten, keine Unikate waren. Wie auch die
sie umgebenden Wohnhäuser in Plattenbauweise wurde ein einmal entwickelter Entwurf
baugleich bzw. mit minimalen Anpassungen in der ganzen DDR vielfach wiederverwendet. |
Aufnahme <= 1985
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Dem Fachjournal "Architektur der DDR" (Heft 5/1980) ist unter dem Titel Wiederverwendungsprojekt Ambulatorium Cottbus zu entnehmen, daß das Angebotsprojekt der ambulanten und medizinischen
Grundversorgung der Bevölkerung in Komplexstandorten des Wohnungsbaus bis zu einer Größe von 3.000 Wohnungen, daß heißt für rund 10.000 Einwohner angepasst ist und die geforderten Funktionen
in einem kompakten, zweigeschossigen vollunterkellerten Baukörper - einer Atriumlösung - mit den Außenabmessungen von 30m x 40m realisiert werden. Und weiter: Das Objekt wird in der Leichten
Geschoßbauweise des VEB Wohnungsbaukombinat Cottbus errichtet. Die Möglichkeiten und Grenzen der architektonischen Gestaltung des Objektes sind mit der Bauweise weitgehend festgelegt. Damit
einhergehend waren die einzelnen Funktionen relativ starr auf die drei Etagen verteilt. Das Kellergeschoß war demnach technischen Räumen, Aufenthalts- und Sozialräumen und Räumen des Zentral- und Apothekenlagers vorbehalten. Im Erdgeschoß sollten sich Zentralanmeldung, Warenannahme Apotheke, Chrirurgische Abteilung oder Räume für flexible ärztliche Nutzung, Kinderabteilung mit Anmeldung, Gynäkologische Abteilung, Sterilisation, Laboratorium und Sanitärräume befinden. Das Obergeschoß war für die Innere Abteilung, HNO-Abteilung, Zahnabteilung, Zahntechnik, Allgemeinmedizinische Abteilung, Physiotherapie, Verwaltung, einem Mehrzweckraum mit Teeküche und weitere Sanitärräume reserviert. Ich gehe davon aus, daß man sich in Senftenberg und auch an den weiteren 6 Standorten allein im Bezirk Cottbus (Finsterwalde, Cottbus [mehrfach]) an denen ein solcher Bau errichtet wurde, weitestgehend an diese funktionalen Vorgaben hielt. Zumindest anfangs.
Weil wir gerade bei "Gesundheitseinrichtungen" sind... wie vor zwei Wochen angekündigt bin ich inzwischen im Besitz des kompletten Films "Schnelle Medizinische Hilfe in der DDR". Darin kommt übrigens
versteckt auch das Wohngebiet "See" vor. Leider ist es mir nicht erlaubt, den Film weiterzugeben oder ihn öffentlich zur Ansicht zu bringen. Wer also nach der folgenden
Inhaltsbeschreibung das drängende Bedürfnis verspürt, den Streifen in Augenschein zu nehmen, der muss mich besuchen oder selbst 25 Euro abdrücken. |
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