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Druckversion |
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Wilh. Brückner, Papierhdlg.,Senftenberg N.-L.
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Dabei muß ich sagen, daß die Forkertsche Materialsammlung nur aus sehr wenigen
Originaldokumenten und -fotos besteht. Beim übergroßen Teil handelt es sich um
Zeitungsschnipsel aus den 1990ern/2000ern sowie hand- oder maschinenschriftliche
Aufzeichnungen und Abschriften. Vereinzelt auch Kopien von Ansichtskarten oder Fotos
in der links dargestellten Qualität, die irgendwie auch symptomatisch für jene Zeit
ist. Während es im Westen bereits seit den 1960ern Fotokopierer gab, waren diese im
Osten (aus Gründen) bis zur Wende nahezu unbekannt. Nach Grenzöffnung schwappte, wie
so vieles, solche Technik auch nach Senftenberg und entwickelte sich zur universellen
Wunderwaffe in Sachen Reproduktion. Während die dabei erzielte Qualität für gewöhnliche
Schriftstücke durchaus passabel war und ist, kann mich die Technologie, sobald Bildmaterial
ins Spiel kommt, überhaupt nicht überzeugen. Die allermeisten hielt das aber nicht davon ab, im Büro oder im Copyshop um die Ecke alles was nicht niet- und nagelfest war, durch den Kopierer zu jagen. |
| Dabei wurde aus Zeitgründen oder purer Unwissenheit die niedrigste Qualitätsstufe gewählt, der Kontrast auf Anschlag geregelt und auf Standardkopierpapier ausgedruckt. Die erzielten Ergebnisse waren in aller Regel ein Intermezzo aus Schwarz und Weiss ohne jegliche Differenzierung und Abstufung und damit in den meisten Fällen vollkommen unbrauchbar. | |
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Passenderweise stieß ich bei meinen Vorbereitungen im Internet auf ein Foto,
das Werner Forkert mit genau so einer Katastrophe in den Händen zeigt. Und was hinzu kommt... die Provenienz ist so gut es geht sauber und transparent dokumentiert.
Meine kritische Einstellung zu Werner Forkert ist kein Geheimnis.
Und daß diese stellenweise von der hierzulande vorherrschenden Meinung über ihn abweicht, auch nicht. Ich kannte Forkert nicht persönlich,
kann ihn deshalb nur an seinen Büchern und anderweitigen Publikationen (Zeitungsartikel etc.) messen. Forkert kommt dabei nicht so gut weg.
Das hat größtenteils mit dem nahezu flächendeckenden Fehlen von Quellenangaben zu tun. |
Werner Forkert (1940 - 2008) |
Ich selbst habe in den vergangenen 15 Jahren genügend Material gesichtet, daß ich halbwegs die Quellen vieler Texte, die
in Forkerts Büchern zu finden sind, benennen kann. Das hätte jeder, bei Einhaltung grundlegender Regeln, aber auch leichter
haben können. In dieser Beziehung kann ich Frau Dr. Dreesbach, der Senftenberg-Chronistin des 21. Jahrhunderts, nur raten,
sich nicht zu sehr auf Werner Forkert zu beziehen. Naja, man wird schon wissen, warum man in der Ausschreibung zur Chronik die Einhaltung
von Urheberrechten und ein lückenloses Quellenverzeichnis einfordert.
Lässt sich der Ursprung der Texte noch annähernd ermitteln, so klappt das mit dem, von Forkert verwendeten, Bildmaterial nur ungenügend.
Gut, sooo viel ist es ja nicht mehr, doch bei einigen der Fotos und Ansichtskarten, die entweder in den Büchern zum Einsatz
kamen oder in Kopie in seinem Nachlaß zu finden sind, hätte mich schon interessiert, wo diese einst herkamen und ob man da vielleicht
noch einmal jemanden kontaktieren könnte. |
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Auf der Ansichtskarte ganz oben erkennt man die Sachlage pre 1937 sehr viel besser und in der Tat ordnete ich
dieses Motiv für eine kurze Zeit ebenfalls großzügig in <= 1937 ein. Bis mir bei meiner digitalen Restaurierung
ein Detail auffiel, das mir irgendwie nicht erinnerlich war. Und zwar die Aufschrift Cugiers Bierstuben am Haus
Markt 18.
Ich finde diese Firmenbezeichnung aktuell nur noch auf einem weiteren Motiv, das dummerweise bislang
ebenfalls als <= 1937 eingetaktet war. Dieses "Cugiers" (ich weiß nicht einmal, wie das korrekt auszusprechen ist)
weckte meinen Forscherdrang und ich vertiefte mich in die in Frage kommenden Jahrgänge des Senftenberger Anzeiger.
Und dies nicht ganz unerfolgreich...
Aufnahme <= 1937
Sammlung Uwe Jähnert

Naja, man wird schon wissen, warum man in der Ausschreibung zur Chronik die Einhaltung
von Urheberrechten und ein lückenloses Quellenverzeichnis einfordert.