Neueres

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Älteres


Das nebenstehende Motiv wurde in den 1950er Jahren von zwei unterschiedlichen Verlagen herausgegeben. Zum einen vom Thüringer Volksverlag Erfurt und zum anderen vom Volkskunstverlag Reichenbach. Bildseitig sind beide Version auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden. Die Version, die meine heutige Basis bildet und die ich für die frühere Veröffentlichung halte, bietet links etwas mehr Bildinformation. Dafür ist die Reichenbacher Variante, die ich irgendwann einmal nachreichen muß, offensichtlich weniger retuschiert und liefert unten und rechts mehr Details.
Aber egal, die Unterscheide sind marginal und die Aufnahme an sich ist auch irgendwie nicht so der Knaller.
Einen wesentlichen Unterschied findet man jedoch auf der bildabgewandten Seite der Stücke. Der eine Verlag betitelt die Szenerie mit "Senftenberg Schwarze Elster" und der andere nennt das Ganze "Senftenberg Sornoer Elster". Wer hat nun recht?
In diesem Fall beide, wobei ich mich persönlich mehr zur "schwarzen" Variante hingezogen fühle denn vom Lauf der Sornoer Elster ist im direkten Vergleich viel weniger zu sehen. Im Prinzip befinden wir uns örtlich an dem Punkt, an dem die Sornoer Elster (links) in die Schwarze Elster (rechts) mündete und dabei endete.


Senftenberg
Thüringer Volksverlag, Erfurt
Liz.-Nr. 313 Best.-Nr. 5/65
V/11/28 - Zc 85 - 1 - 1151
Echte Fotografie
Aufnahme <= 1951
Sammlung Erika Fischer

Ich habe die Örtlichkeit einmal auf einem alten Meßtischblatt markiert. Daran erkennt man vielleicht auch, daß die Stelle heutzutage im Senftenberger See "versunken" ist. Zwischen 1955 und 1957 verlegte man im Zuge der weitestgehenden Ausbeutung des Tagebaus Niemtsch die Schwarze Elster auf einer Länge von 8 km weiter nördlich. Seit August 1957 fließt die Schwarze Elster in dem heute bekannten Bett.

Eine ähnliche Perspektive wie auf der Ansichtskarte oben erhalten wir auf dem Foto rechts. Nur (geschätzt) 25 Jahre eher. Hierauf kann man mit mehr oder weniger Mühe auch noch einige Baulichkeiten ausmachen, die zur damaligen Senftenberger Flußbadeanstalt gehörten. Unter anderem die kleine Brücke links mit dem Kassenhäuschen des Bades. Unter den Bäumen versteckt die zugehörige Gaststätte, die von Max Golly betrieben wurde. Rechts im Hintergrund die Brücke, die beim Elsterhochwasser 1926 mitgerissen wurde. Ich bin aktuell nicht im Bilde, ob man die Brücke, nachdem man sie weiter die Elster hinab eingefangen hatte, wieder an Ort und Stelle installierte oder eine neue errichtete. Eine entsprechende Information könnte behilflich sein, das Foto zu datieren. Wenigstens um festzulegen, ob es vor oder in 1926 geschossen wurde. Jedenfalls berichtete ich hier über die Begleitumstände besagten Malheurs.

Senftenberg
Aufnahme <= 19??
Sammlung Familie Forberger
Und auch bezüglich der zeitlichen Einordnung des letzten Stücks für heute sehe ich nicht gut aus. Zwar kann die ziemlich seltene (erst ein Stück in der Hand gehabt) Ansichtskarte sicher auf <= 1937 datiert werden, da ihre "Schwester" aufgrund eines Poststempels in jenem Jahr gedeckelt wurde, doch gehe ich eigentlich mit hoher Sicherheit davon aus, daß man da noch knapp 10 Jahre abziehen müsste...
Senftenberg
Da wir auf der anderen zu dieser Miniserie gehörenden Ansichtskarte ebenfalls die Brücke und den Sprungturm sehen, die beide 1926 von den Wassermassen weggerissen wurden, bin ich mir aktuell etwas unsicher, wo man die beiden Stücke zeitlich einordnen sollte. Vom Gefühl her würde ich sie eher in die zweite als in die erste Hälfte der 1920er eintakten. Hier ist noch Recherche notwendig!
Beide Stücke halte ich bezüglich der Nachcolorierung als weniger gelungen. Die Farben wurden ziemlich großzügig und wenig differenziert aufgetragen. Im Zweifel schaden sie mehr, als daß sie helfen.
Senftenberg
Ernst Wenzel, Photogr.,
Senftenberg.
Aufnahme <= 1937
Sammlung Matthias Gleisner