Neues 122 - 2014-03-23

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Matthias
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Neues 122 - 2014-03-23

Beitragvon Matthias » So 23. Mär 2014, 08:56

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Harald
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Re: Neues 122 - 2014-03-23

Beitragvon Harald » So 23. Mär 2014, 10:53

Schloßpark_resize.jpg
Besonders in Städten spricht man von Parks und Wäldern als die "Grünen Lungen".
Somit gilt auch unser STADTPARK als die Grüne Lunge Senftenbergs.
Mit ihren Blättern und Nadeln wirken die Bäume wie riesige Filter, die ~zig Tonnen Staub aus der Luft herausfiltern. Außerdem produzieren Bäume wie alle grünen Pflanzen Sauerstoff. Die Funktion von Wäldern und Parks als "Grüne Lunge" ist deshalb besonders in der Nähe von Städten und Ballungsgebieten (lebens)wichtig. Kaum zu glauben, aber ohne Bäume hätten wir durch die Luftverschmutzung, die ja speziell in unserer Region im „Braunkohlenzeitalter“ extrem hoch war, kaum mehr Sauerstoff zum Atmen gehabt. Unsere Luft wäre dann vollkommen verschmutzt gewesen, wenn nicht die umliegenden Wälder und Parks damals unsere Luft sozusagen gereinigt und für uns schädliche Partikel herausgefiltert hätten.
Den Wert ihrer >Grünen Lunge< hatten die Senftenberger Bürger sehr bald erkannt und sich daher stets vehement für die Erhaltung des STADT~ bzw. SCHLOSSPARKS stark gemacht – und dies nicht nur in Friedenszeiten, sondern auch während der Kriegsjahre, in denen bei den meisten Bürgern verständlicherweise die Sorge um die eigene Familie Vorrang hatte.
Ich bewundere vor allem den Optimismus der Redakteure des >Senftenberger Anzeiger<, den sie zu einer Zeit verbreiteten, als russische Soldaten schon fast die Oder erreicht hatten.
In mehreren Artikeln vermittelten sie noch im März 1944 den in Kriegsangst Lebenden

STIMMUNGSBILDER AUS UNSEREM STADTPARK

Sonntagsgruß_resize.jpg


SONNTAG WAR’S…

„Immer wieder ist der Frühling ein Wunder. Sein kalendermäßiger Anfang um den 20. März besagt zwar nicht viel mehr, als daß die Sonne nun wieder höher steigt und die Tage länger werden. Die Natur selbst aber kümmert sich herzlich wenig um diese mathematische Zeitengrenze, ja sie hat uns sogar in der zweiten Hälfte des März einen mehr winterlichen Charakter als Tage voll süßen Frühlingsahnens gezeigt.
Nein, das wahre Wunder des Frühlings erleben wir erst in diesen Tagen, da sich Strauch und Baum immer dichter in leuchtendes Blattgrün hüllen, da in den Gärten das vielfältige Glück und die unendliche Freude der Frühlingsblumen aus dem dunklen, wunderreichen Schoße der Mutter Erde aufströmt und da schon die großblättrigen Kastanien ihre glänzenden Knospen sprengen. Nun erst ist der Frühling wieder das Wunder, das unsere Seele eintrinkt und unser Herz froher schlagen läßt.

Und so lud denn der gestrige Sonntag zu einem Spaziergang ein.
Und auf solchem Gange entdeckte das Auge wieder manches Neue und Willkommene.
Im SCHLOSSPARK und im TIERGARTEN sind nun die nicht überwinternden Ruhebänke in einem frischen, gelbweißen Gewande wieder aufgestellt. Am Eingang des Tierparks zur linken Hand ist wieder die gemütliche ERHOLUNGSSTÄTTE mit Tischen und Stühlen, die vor allem mancher Mutter sehr willkommen sein wird. Auch das kleine Kinderkarussell ist wieder aufgebaut und bereit, den Kleinsten viel Freude zu bringen.
So hat denn auch die Stadtverwaltung alles getan, um Schlosspark und Tiergarten zu wahrhaften Stätten der Erholung und Entspannung zu machen, deren wir alle einmal bedürfen."


Tierpark_resize.jpg


GANG DURCH DEN SENFTENBERGER TIERPARK

„Mit dem endlich erwachenden Frühling, den wir im ersten zarten Blattgrün an Baum und Strauch sichtbar spüren, rückt auch der Senftenberger Tierpark wieder mehr in unser Blickfeld.
Es läßt sich nicht verschweigen und nicht fortleugnen, daß der Krieg auch unserm Tierpark seine harten und unerbittlichen Gesetze aufprägt.
Man kann von der Gegenwart als einer NOTZEIT der Tierparks sprechen, aber auch hier wie auf vielen andern Gebieten verpflichten gerade Notzeiten zu größerer und unwandelbarer Treue. Und solche Treue wollen wir auch unserm Tierpark erweisen und halten.
Wenn auch der Wind zuweilen noch ein wenig rau durch Zweige und Sträucher streicht und die Sonne so oft noch grauverhangen ist, so wird doch schon manches Elternpaar, manche Mutter in den Osterfeiertagen mit den Kindern den ersten Gang in den Tierpark tun…
So bietet ein Gang durch unsern Tierpark auch im 5. Kriegsjahr Freude und Glück noch genug, um die uns manche, auch größere Stadt beneidet. Und wir wollen so oft wie möglich, dieser Freude und dieses Glücks teilhaftig sein und so helfen, den Tierpark , der auch heute der sorgsamsten Hege und Pflege nicht entbehrt, durch die harte Kriegszeit zu erhalten. Wir schaffen zugleich damit die Voraussetzungen für seinen späteren Auf~ und Ausbau, der, wenn der Friede da ist, kommen muß und kommen wird.

Auch macht es jetzt schon wieder einige Freude, seine Schritte durch den gepflegten SCHLOSSPARK zu lenken, über dem es nun vom ersten Blattwerk wie ein grüner Schimmer liegt. Majestätisch zieht auf dem Schloßteich der weiße Schwan wieder seine stillen, lautlosen Kreise.
Und wenn auch der Graswuchs noch ein wenig spärlich erst sich zeigt, so weht doch mit Vogellied und grünem Blatt schon in diesen Tagen auch durch den Schlosspark die verheißungsvolle Melodie:
>ES MUSS DOCH FRÜHLING WERDEN !<"


Dabei fällt mir spontan ein sehr spezielles FRÜHLINGSLIED ein, das den ungebrochenen Optimismus nach Kriegsende widerspiegelte und dessen Aufforderungen auch nach 70 Jahren nichts an Aktualität eingebüßt haben:

„Wenn der Frühling läßt empor hoch den Himmel steigen,
summt es in uns wie ein Chor nach des Winters Schweigen:
Friede, Friede sei auf Erden ! Menschen wollen Menschen werden.

Ihr, gezeichnet von dem Leid derer, die gefallen,
und ihr, die ihr jung noch seid, laßt den Ruf erschallen:
Friede, Friede sei auf Erden ! Menschen, laßt uns Menschen werden !“


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