Neues 682 - 2026-03-15

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Matthias
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Neues 682 - 2026-03-15

Beitragvon Matthias » Sa 14. Mär 2026, 09:17

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Christian neu in SFB
Beiträge: 197
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Re: Neues 682 - 2026-03-15

Beitragvon Christian neu in SFB » Sa 14. Mär 2026, 11:31

Vielen Dank für die Recherche Matthias..... und, wie hier allgemein üblich
die Veröffentlichung für alle
(das ist DAS Alleinstellungsmerkmal dieses besonderen Forums)

Gruß Christian

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Harald
Beiträge: 683
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Re: Neues 682 - 2026-03-15

Beitragvon Harald » So 22. Mär 2026, 13:23

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Da man einfach nicht mehr weiß, WANN MAN MIT WELCHEM WETTER RECHNEN KANN, haben die „VIER JAHRESZEITEN“ viel von ihrem GUTEN RUF eingebüßt & würden wahrscheinlich bald in völliger BEDEUTUNGSLOSIGKEIT versinken, wenn sich nicht ein paar romantisch verklärte MUSIKER - wie auch meine Wenigkeit – seufzend an den >Frühlingsstimmen-Walzer< oder Melodien aus dem >Sommernachtstraum< erinnern, falls es bereits im MAI aber sowas von HERBSTELT, dass zynisch veranlagte MUSIKERKOLLEGEN nicht umhinkommen, ein stimmgewaltiges >VERONIKA, DER LENZ IST DA< anzustimmen… obwohl sicher die wenigsten wissen, dass dieser „überaus flotte Gesangstitel“ als >POSSENHAFTES FRÜHLINGSLIED mit DOPPELBÖDIGEN EROTISCHEN ANSPIELUNGEN< gesehen wird (“Fräulein, woll’n Sie oder nicht”, “Veronika, der Spargel wächst”).
Den METEREOLOGEN ist das schnurzpiepegal – sie geben ja streng objektiv nur das wieder, was ihnen ein LAUBFROSCH oder ihr ISCHIASNERV eingeflüstert hat…

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Der weibliche Vorname VERONIKA genießt im Deutschen – vor allem wegen des überaus populären LIEDES der >COMEDIAN HARMONISTS< – echten KULTSTATUS, weil jener „OHRWURM“ aus den 1930er Jahren dafür gesorgt hat, dass man die anonyme „VERONIKA“ sofort mit FRÜHLING, GUTER LAUNE & ein bisschen NOSTALGIE verbindet & sogar viele Leute den REFRAIN mitsingen, ohne je einer echten VERONIKA begegnet zu sein, der man oft EIGENSCHAFTEN wie „klassisch, etwas elegant-altmodisch, jedoch gleichzeitig überraschend zeitlos“ andichtet. Es ist einer dieser NAMEN, die entweder nach „Großtante mit Strickjacke“ oder nach „extrem selbstbewußter, stylischer Frau“ klingen – ein „Dazwischen“ gibt es kaum… In TV-Serien taucht VERONIKA oft als „starke, unabhängige HELDIN“ oder „humorvoll-selbstironische FIGUR“ auf.
Der weibliche VORNAME >VERONIKA< ist klassisch-zeitlos, dessen BELIEBTHEIT in deutschsprachigen Ländern über Jahrzehnte hin & her schwankt, jedoch stets eine verlässliche Wahl für ELEGANTE, EMPATHISCHE PERSÖNLICHKEITEN bleiben wird…

ÜBRIGENS: ist der 4. Februar VERONIKA's bekanntester NAMENSTAG, gibt es in der Botanik eine Pflanzengattung namens VERONICA (Ehrenpreis) & verbreitet eine BAUERNREGEL viel OPTIMISMUS mit:
„Ist’s an ‚VERONIKA‘ sonnig & klar, bringt’s ein gutes ERNTEJAHR.“


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EIN FREUND, EIN GUTER FREUND,
DAS IST DAS BESTE, WAS ES GIBT AUF DER WELT!

SECHS JUNGE MÄNNER, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten –
5 SÄNGER & ein PIANIST – eroberten Anfang der 1930er Jahre mit ihrer MUSIK die Welt:
die 1927 in Berlin gegründete Gesangsgruppe >COMEDIAN HARMONISTS<
(Ari Leschnikoff / Erich Abraham-Collin / Roman Cycowski / Robert Biberti / Erwin Bootz / Harry Frommermann).
wurde zu einer der berühmtesten VOKALGRUPPEN ihrer Zeit, deren POPULARITÄT auf einer einzigartigen Kombination musikalischer, technischer & gesellschaftlicher Faktoren beruhte.
Kurz gesagt: die COMEDIAN HARMONISTS vereinten höchste musikalische PERFEKTION, technische INNOVATION, charmanten HUMOR mit dem KULTURELLEN NERV der WEIMARER ZEIT – was sie sie zu einem PHÄNOMEN machte, welches bis heute fasziniert.
Bis heute sind ihre großen ERFOLGE, die neben den wohl 3 populärsten LIEDERN: „Wochenend & Sonnenschein“ / „Mein kleiner grüner Kaktus“ & „Veronika, der Lenz ist da“ in der o.a. TITELFOLGE aufgeführt sind, unvergessen.

Weshalb FÜR MICH, einem >BEATLESFAN FOREVER<, sowohl die BEATLES, als auch die COMEDIAN HARMONISTS, die BESTEN BOYGROUPS aller Zeiten sind & bleiben werden, erfährt man nachfolgend:

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Obwohl die COMEDIAN HARMONISTS & THE BEATLES, aus ganz unterschiedlichen ZEITEN & KONTEXTEN stammend, gleichermaßen ihre jeweilige MUSIKÄRA stark geprägt haben, weisen sie dennoch überraschend viele MUSIKALISCHE GEMEINSAMKEITEN auf:
DIE GRÖSSTE ÜBEREINSTIMMUNG LIEGT IN DER KUNSTVOLLEN MEHRSTIMMIGKEIT, kombiniert mit INNOVATIONSFREUDE, HUMOR und dem EINFLUSS amerikanischer MUSIKTRADITIONEN – auch wenn sie in völlig UNTERSCHIEDLICHEN EPOCHEN wirkten.
Beide GRUPPEN waren gleichermaßen berühmt für ihren ausgefeilten HARMONISCHEN, MEHRSTIMMIGEN GESANG, der auf perfekt komponierten VOKALARRANGEMENTS basierte.
BEIDE GRUPPEN lebten von der „CHEMIE“ zwischen den einzelnen MITGLIEDERN. Ihre STIMMEN & PERSÖNLICHKEITEN ergänzten sich perfekt. Entscheidend war aber das ZUSAMMENSPIEL der MITGLIEDER, d.h. sie waren keine austauschbaren EINZELKÜNSTLER, sondern stets gleichberechtigte GRUPPENSOUND – GESTALTER.
Ihre Wechsel zwischen SOLO & ENSEMBLE-GESANG waren musikalisch höchst ausgefeilt.
Sie perfektionierten den präzise arrangierten >CLOSE HARMONY STYLE< = dt. eng gesetzte HARMONIEN so nah wie möglich zusammenzubringen, um einen starken mehrstimmigen, vollen Klang zu erzeugen. Jeder SÄNGER hatte seine individuelle STIMME, die in der GESAMTMISCHUNG einen unverwechselbaren klaren, warmen & ausgewogenen SOUND ergab.
Dabei wurde selbstredend der exakten ARTIKULATION (Aussprache) der LIEDTEXTE Beachtung geschenkt, die sie dann mit einer sehr publikumswirksamen rhythmischen LEICHTIGKEIT vortrugen, die schon vordem den TANZMUSIKSTIL der 1920/30er Jahre maßgeblich prägte.

Die BEATLES griffen diese TECHNIK später auf, entwickelten solche „ENGEN HARMONIEN“ weiter (z.B. in „Because“ oder „This Boy“) und machten sie im POP/ROCK weltweit populär. Sie griffen dabei ebenfalls mit rhythmischer PRÄZISION auf den amerikanischen RHYTHM & BLUES bzw. ROCK’N ROLL zurück, wobei sie anfänglich meist nur zeitgenössische HITS nachspielten.
Ihr EINFALLSREICHTUM half ihnen jedoch, die vielfältigsten MUSIZIERFORMEN & INSTRUMENTE der englischen & indischen Folklore, sowie klassischen Musik mit frischen, unkomplizierten, poesievollen, aber auch witzig-naiven & ironischen TEXTEN, zu einem ganz eigenen SOUND zu verschmelzen.

EINFLUSS & INNOVATION

Die COMEDIAN HARMONISTS waren PIONIERE der modernen UNTERHALTUNGSMUSIK IN EUROPA & stilbildend für alle VOKALENSEMBLES im deutschsprachigen Raum & darüber hinaus.
Sie wurden zu einem SYMBOL der WEIMARER KULTUR, der Zeit des technischen Umbruchs, in der RADIO & SCHALLPLATTEN sie rasch berühmt machten.
Ihre STUDIOERFAHRUNG kam auf den neuen Tonträgern ausgezeichnet zur Geltung. Sie traten außerdem in mehreren TONFILMEN auf & nutzten dieses neue MEDIUM, um ein MASSENPUBLIKUM zu erreichen.

Die BEATLES revolutionierten ebenfalls mit Unterstützung der neuesten technischen Mittel & neuesten MEDIEN Jahrzehnte weltweit die POPMUSIK und wurden ein globales KULTURPHÄNOMEN der 1960er Jahre und waren ihren „VORGÄNGERN“ karrieremäßig betr. PUBLIKUMSERFOLG durch EIGENKOMPOSITIONEN, KONZERTE, SCHALLPLATTEN, TONFILME usw. doch ganz schön enteilt …

DIE MISCHUNG AUS MUSIK & HUMOR MACHT ES

Beide GRUPPEN waren keine „EIN-STIL-BANDS“:
Die COMEDIAN HARMONISTS kombinierten VOLKSLIEDER, SCHLAGER, KLASSIK-PARODIEN & JAZZ miteinander, verbanden ihren GESANG oft mit humorvollen EINLAGEN & musikalische PERFEKTION mit WITZ & IRONIE. Ihre LIEDER zeichneten sich oft durch verspielte TEXTE, PARODIEN & lautmalerische EFFEKTE aus (z.B. Nachahmung von Musikinstrumenten) Der HUMOR war dabei sowohl MUSIKALISCH als auch SPRACHLICH.

THE BEATLES bewegten sich zwischen ROCK, POP, FOLK & PSYCHEDELIC – kreierten sogar KLASSISCH beeinflusste ARRANGEMENTS – spielten mit HUMOR, WORTWITZ & ungewöhnlichen IDEEN z.B. in „Yellow Submarine“ oder „Maxwell’s Silver Hammer“, versprühten in den frühen Jahren ihren spielerischen CHARME z.B. in FILMEN wie >A Hard Day’s Night< oder >Magical Mistery Tour<, oder borgten sich anlässlich eines weltweiten TV-AUFTRITT‘S für den „Mitsing-Song“ >ALL YOU NEED IS LOVE< gleich mal die französische NATIONALHYMNE aus…
THE BEATLES haben im STUDIO eine enorme VIELFALT an INSTRUMENTEN eingesetzt, die neben den von John Lennon, Paul McCartney & George Harrison gespielten GITARREN & dem von Ringo Starr bedienten SCHLAGZEUG Einzug in die Beat-Musik der 1960er Jahre hielten.
Hier ein kleiner Überblick nach INSTRUMENTEN mit typischen SONGS als Beispiele:
STREICHINSTRUMENTE:
Vom Streichquartett in „Yesterday“ über Doppel-Streichquartett in „Eleanor Rigby“ bis zum Orchester in „The Long & Winding Road“
HOLZBLASINSTRUMENTE:
„Fool On The Hill“ (Blockflöte) – „When I’m Sixty-Four“ (Klarinette) - „Across The Universe“ (Oboe, English Horn)
BLECHBLASINSTRUMENTE:
„Dear Prudence“ (Flügelhorn) – „Penny Lane“ (Bläsergruppe mit sog. Bach-Trompete)“ – „All You Need Is Love“ (Blasorchester)
ZUPFINSTRUMENTE: „She’s Leaving Home“ (Harfe) – „Strawberry Fields Forever“ (Indische Harfe) – „Norwegian Wood“ (Sitar) – „Penny Lane“ (Mandoline)
TASTENINSTRUMENTE: „In My Life“ (Cembalo) – „Because“ (Spinett) – „Good Day Sunshine“ (Celesta) – „Hey Jude“ – „Let It Be“ – „Lady Madonna“ u.a. (Klavier) – „She Said She Said“ (Orgel)

ABGESANG




Während die BEATLES das MASSENPUBLIKUM bei ihren FREILUFTKONZERTEN mit ein-zwei „KRACHERN“ begrüßte, danach die TITEL ihrer jeweils neuesten LP vorstellten & wenn ihnen letztlich die Luft ausging, mit einigen bekannten „OHRWÜRMERN“ abschlossen,
hatten die COMEDIAN HARMONISTS einen sehr ausgeklügelten PROGRAMMABLAUF, der 1932 von Robert Biberti wie folgt geschildert wurde:

"Besonders wichtig war die AUFTRITTSNUMMER. Darauf kam es an. Durch die ERSTE NUMMER mußte das PUBLIKUM für uns eingenommen werden. Alles andere war dann leichter und sozusagen schon von vornherein „vergoldet“. Das ist eine ALTE WISSENSCHAFT:
Die 1. NUMMER muß gleich knallen, und wenn wir dann >VERONIKA DER LENZ IST DA<, oder >WOCHENEND & SONNENSCHEIN< sangen, hatten wir das PUBLIKUM und konnten nachher singen, was wir wollten.

Lenz ist da.jpg

Das Wichtigste war eben die PROGRAMMGESTALTUNG, denn wenn 6 Männekens nackt & bloß auf der BÜHNE stehen & ihr PUBLIKUM 2 Stunden lang unterhalten müssen, dann kommt es sehr auf die AUSWAHL & die FOLGE der einzelnen SACHEN an. Das muß so geschickt gerichtet werden, daß immer wieder eine STEIGERUNG entsteht: JEDER ABEND SOLL 4 TEILE HABEN. Im 1. Teil kamen unsere sogenannten „GLANZKLAMOTTEN“, dazu noch eine dolle ZUGABE. Der 2. Teil war etwas besinnlicher, mit LYRISCHEN SACHEN, mit VOLKSLIEDERN & CHARAKTERSTÜCKEN von Brahms, Rossini oder Kreisler u.a. Übrigens, die Charakterstücke, wenn wir sangen: „Die Liebe kommt, die Liebe geht“, dann traf das die LEUTE völlig unerwartet & brachte uns große ERFOLGE ein, weil dieser MUSIKSTIL ein ziemliches KÖNNEN erfordert – Stimmführung / Arrangement / Bewegung – alles mußte stimmen. Danach war PAUSE, dann kamen einige „INSTRUMENTIMITATIONEN“ & am Ende SCHLAGER & JAZZ…“


Nach den BRIEFMARKENSAMMLERN wollte ich heute einmal allen MUSIKHÖRERN & ~MACHERN meine Aufwartung machen, um JUNG & ALT gleichsam zu ermuntern, in stiller Stunde mal in die MEISTERWERKE der beiden GESANGSGRUPPEN einzutauchen. SIE WERDEN GEFALLEN DARAN FINDEN
- dessen bin ich mir sicher... ! :o


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