Neues 481 - 2021-08-15

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Matthias
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Neues 481 - 2021-08-15

Beitragvon Matthias » Sa 14. Aug 2021, 08:36

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Harald
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Re: Neues 481 - 2021-08-15

Beitragvon Harald » Mi 18. Aug 2021, 17:21

500 komm..jpg

Als mein Sohn im September des Jahres 2011 die Webseite >GRUSS-AUS-SENFTENBERG< startete, fühlte ich mich selbstredend sehr geehrt, als hauptamtlicher KOMMENTATOR in sein PROJEKT eingebunden zu werden, um dann unter NEUES 1 meinen allerersten KOMMENTAR, einen „Erklärungsversuch“ zur Wortschöpfung >HUNDETÜRKEI<, mit der unsere Heimatregion lächerlich gemacht werden sollte, einzustellen.
Und was ich nie zu hoffen gewagt hatte:
die SUMME aller von mir in den zurückliegenden 10 Jahren verfassten BEITRÄGE hat die GOLDENE ZAHL 500 erreicht – was mich natürlich mit Stolz erfüllt, vor allem auch deshalb, weil ich mich trotz vielfacher Wiederkehr bekannter BILDMOTIVE, wie des Senftenberger MARKTES oder der BAHNHOFSTRASSE, in den Texten meiner KOMMENTARE (so gut wie) NIE wiederholt habe.
Mein aktueller ARBEITSPLATZ, an dem ich allwöchentlich QUELLEN recherchiere & geeignete BILDER aufspüre, letztlich die TEXTE verfasse und einstelle, ist auf dem FOTO oben rechts zu sehen.
Diese ARBEIT hält mich geistig fit und durch den wöchentlichen Arbeitsrhythmus ganz schön auf Trab, was allerdings für einen betagten 77-jährigen sehr beruhigend wirkt.
Ich lebe diesbezüglich auch in einer TRADITION, denn HEIMATFORSCHER galten schon im vorigen Jahrhundert nicht nur in vielen kleinen Ortschaften oder Dörfern, sondern auch in Kleinstädten wie Senftenberg als selbstverständliche Institution. Oft fand sich für diese Tätigkeit zum Glück ein noch aktiver oder schon pensionierter LEHRER, der in allen Fragen, die die Geschichte der Gemeinde betrafen, als kompetent galt, da er mühsam die Daten & Fakten der engeren Heimatgeschichte zusammengetragen hatte.

Kamera_resize.jpg

WIE ICH ZUR HEIMATFORSCHUNG KAM

AG >JUNGE HISTORIKER<
Keineswegs würde ich behaupten wollen, dass ich die Gene eines HEIMATFORSCHERS in die WIEGE gelegt bekam – eher in den SCHULRANZEN. Während meiner SCHULZEIT (1950/58) in der Zentralschule HÖRLITZ wurde, wie auch andernorts, auf aktive, vor allem nutzbringende Freizeitgestaltung in ARBEITSGEMEINSCHAFTEN & ZIRKELN sehr viel Wert gelegt. Im Gedächtnis geblieben sind mir die Interessengruppen Seidenraupenzucht, Flugmodellbau, Philatelie, Literatur, Volkstanz, Handarbeiten – und nicht zu vergessen, die AG >JUNGE HISTORIKER<, deren Leiter, zugleich Chemielehrer, uns mit den „Grundlagen der FOTOGRAFIE“ lockte. KAMERAS waren in der Nachkriegszeit Mangelware und standen dennoch auf der WUNSCHLISTE, vor allem der JUNGS. Ich bekam eine nostalgische BALGKAMERA geschenkt und lernte eigenständig zu „knipsen“, aber auch FILME zu entwickeln und GLANZFOTOS zu produzieren. Bestens geschult ging es nun auf FOTOSAFARI durch unsere Heimatorte HÖRLITZ und SENFTENBERG-WEST. Die vielen FOTOS des SCHULARCHIVS aus jener Zeit sind leider verschollen.

FOTO – STAMMRÄTSLER
Von 2006 bis 2010 beteiligte ich mich mit zahlreichen Einsendungen an der von Torsten Richter-Zippack kreierten FOTORÄTSEL-Aktion der >Lausitzer Rundschau<. Die LOKALISIERUNG & DEFINIERUNG von historischen Postkarten & Fotos wurden zur Basis meiner nachfolgenden Kommentatorentätigkeit:
Die Betrachtung ALTER BILDER eines Ortes, den man kennt oder an dem man sogar wohnt, ist von eigenartigem Reiz begleitet, vor allem wenn ein solcher Ort die HEIMAT ist und alles dort auf Schritt & Tritt bekannt ist. Manches erkennt man als heute noch vorhanden, was in alter Zeit schon stand, vieles allerdings ist schon untergegangen. Man dringt damit in viele Einzelheiten des vertrauten ORTSBILDES ein und glaubt eigentlich, seine HEIMAT ganz gut zu kennen, stellt aber hin & wieder fest, daß dies nicht so ganz der Fall ist.
Wie oft passiert es, dass ein FOTO uns einen bisher unbekannten Blickwinkel offenbart. Wie oft müssen wir uns allerdings auch eingestehen, dass wir die gezeigten Gebäude, Häusergruppen, Plätze bislang noch nie gesehen haben. Erst die genaue Untersuchung aller Teile des Bildes durch den Vergleich mit Gebäuden und Plätzen von heute vermittelt uns seinen Wert als GESCHICHTLICHE QUELLE und beantwortet somit die für HEIMATFORSCHER wichtigste Frage:
WIE SAH DER ORT FRÜHER AUS, UND WAS HAT SICH SEITHER VERÄNDERT ?

Zeitungen 2_resize.jpg

RECHERCHE IN ARCHIVEN

Diese ARBEIT war für mich die zeitaufwändigste, die ich zwangsläufig erst mit der PENSIONIERUNG angehen konnte. In rund 3 Jahren recherchierte ich
in 3 ARCHIVEN: dem Stadtarchiv Senftenberg, dem Kreisarchiv des OSL-Kreises und dem Stadtarchiv Ruhland – in ersterem vor allem in der Anfangszeit öfter, in letzteren wöchentlich 2 mal für jeweils 4 Stunden in den beiden LOKALBLÄTTERN >Senftenberger Anzeiger< & >Elsterchronik<
und machte dabei insgesamt ca. 150 000 EINZELFOTOS von Inseraten & lokalen Meldungen aus Senftenberg & Umgegend.
Darüber hinaus recherchierte ich im Internet und speicherte dort einige Collectionen regionaler Zeitschriften. Außerdem gab es auch Zufallsfunde,
wie alte Ausgaben der >Lausitzer Rundschau> aus den 1960er Jahren.

GROSSES DANKESCHÖN
... für die hervorragende BETREUUNG an die ARCHIVARINNEN INES JAHN, MANUELA HELBIG & MARLIES KOSEL.
Ohne deren UNTERSTÜTZUNG wären es wohl kaum „500 historisch fundierte Kommentare“ geworden.
DANK aber auch an die zahlreichen FANS & USER unserer Webseite.
Wenn auch die direkte Rückkopplung fehlt, bin ich beim Abrufen der Ergebnisse des „ZÄHLWERKES“ sehr erfreut darüber, dass die FOTOS & TEXTE so viel Aufmerksamkeit & Wertschätzung erfahren.
Doch bevor ich den „RUN TO 600“ starte, gestatte ich mir erst einmal eine kleine, wohlverdiente 4-wöchige AUSZEIT.
Bleiben Sie bis dahin gesund & munter, sowie auch weiterhin lokalhistorisch interessiert und unserer Webseite wohlgesonnen ! :)

auszeit_resize.jpg


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