Neues 470 - 2021-05-23

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Matthias
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Neues 470 - 2021-05-23

Beitragvon Matthias » Sa 22. Mai 2021, 09:12

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Harald
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Re: Neues 470 - 2021-05-23

Beitragvon Harald » Di 25. Mai 2021, 16:12

EIN STURM BRICHT LOS
- hoffentlich nicht nur im sprichwörtlichen WASSERGLAS !

Diesen NEUSTART mit nachfolgenden HEADLINES in der >Lausitzer Rundschau< wollte ich erst einmal sacken lassen:
"DIE ZECHENHAUS-IDEE BEGEISTERT" und "HÖRLITZER WOLLEN WIEDER IN DEN MEUROSTOLLN EINFAHREN"

Deshalb kommt mein aktueller KOMMENTAR etwas verspätet daher…

Die BERGBAU – ERINNERUNGSKULTUR lief Anfang der 1990er Jahre an, als man die noch bestehenden BRIKETTFABRIKEN dem Erdboden gleich machte, dabei gottlob NICHT vergaß, auf die Schnelle noch ein paar E-Loks, Baggerschaufeln & anderes bergbauliches Kleingerät in Sicherheit zu bringen, um sie anschließend an Ortsein~/ausgängen u.a. zentralen Plätzen als „DENKMÄLER DES REGIONALEN BRAUNKOHLENBERGBAUS" zu präsentieren.
Als Showdown erfolgte 2003 schließlich noch die Umsetzung eines kompletten SCHAUFELRADBAGGERS an den Südwestrand des ehemaligen Tagebaus bei HÖRLITZ. Als Anfang 2019 bekannt wurde, dass das wegen seiner Farbgebung landläufig als >BLAUES WUNDER< bezeichnete Großgerät auf Grund zunehmenden Verfalls & Vandalismus verschrottet werden soll, wurde es auf die amtliche DENKMALLISTE gesetzt und die Entscheidung erst mal vertagt…
Angeblich streifen dort immer noch zwielichtige Gestalten umher, die sich ihren Lebensunterhalt per Buntmetall~ & Kabelklau finanzieren.

grawert may_resize.jpg

Glücklicherweise gibt es noch bergbauliche RELIKTE, die zum größten Teil aus MAUERSTEINEN errichtet wurden – allen voran „die beiden denkmalgeschützten Bergwerks-Bauten und zugleich wichtige & imposante ZEUGNISSE der Bergbaugeschichte im Senftenberger Revier, die zwei INDUSTRIE-KATHEDRALEN als letzte ZEUGEN des ehemals bedeutsamen Bergbaus"…und mit weiteren „JUBELWÖRTERN“
bedachten Zweckbauten
ZECHENHAUS & KRAFTZENTRALE.

„Wie MENSCHEN, die ihr GEDÄCHTNIS verlieren,
verzehren auch ORTE OHNE ERINNERUNG irgendwann ihre historische SUBSTANZ.“


Dass dies nicht eintritt, dafür kämpft der ehemalige Wirtschaftsprofessor ERIK von GRAWERT-MAY, welcher 15 Jahre an der einstigen Senftenberger >Fachhochschule Lausitz< lehrte, unermüdlich & voller Enthusiasmus gemäß seinem Wahlspruch „Ich finde alles gut, was für die beiden Gebäude gut ist.“
Der für seine spektakulären Aktionen bekannt gewordene , liebevoll bewundernd auch als „verrückter Professor“ bekannte GRAWERT-MAY , sucht weiter nach Investoren, damit die monumentalen Gebäude aus roten Klinkern erhalten bleiben und eines hoffentlich nahe liegenden Tages zu neuem Leben erweckt werden.
Er besingt die beiden gegenüberliegenden Jugendstil-Bauten der ehemaligen ILSE Bergbau AG. sogar in einem recht eigenwilligen LIED – einer Mischung aus KIRCHENLIED, BALLADE und liebeswerbenden MINNESANG plus einer gesprochenen BOTSCHAFT. Doch hören Sie selbst:



SENFTENBERG, sanfte Stadt im Süden Brandenburgs,
du besitzt an deinem Rand ein schönes Mauerwerk:
zwei Geschwisterbauten ganz im Jugendstil.
SENFTENBERG, sanfte Stadt,
ich will es nicht verhehlen, die beiden sind Juwelen,
die muss man gut behandeln, die darf man nicht verschandeln.
Es wär der Stadt zu gönnen,
wenn wir sie als Sponsoren gewönnen,
vorausgesetzt, sie können richtig dafür brennen.
Sie müssten die Bauten nur sehen, dann würden sie verstehen,
dass man sie lieben muss; es braucht‘ nur den Kuss.
Den Kuss, der sie erweckte, zu ihrem früheren Glanz,
der in den beiden steckte als bare Eleganz.
SENFTENBERG, sanfte Stadt im Süden Brandenburgs,
du besitzt an deinem Rand ein schönes Mauerwerk:
zwei Geschwisterbauten, ganz im Jugendstil.


„Die BRIKETTFABRIKEN I & II sind inzwischen verschwunden. Ebenso die dazugehörigen TRANSPORTANLAGEN. Vom SCHORNSTEIN ganz zu schweigen. Der KAHLSCHLAG, der die GESAMTANLAGE traf, mag denen, die früher dort gearbeitet haben, noch heute auf der Seele liegen, doch er hebt die übrig gebliebenen beiden BAUTEN glänzend heraus. Sie haben etwas Unberührtes. Still liegen sie da, aus der alten Rolle gefallen, als trauten sie sich nicht, zu ihrer stolzen Vergangenheit zu stehen. Solange sie keine neue Rolle bekommen, wird sich daran auch nichts ändern…“ (Grawert-May)

Da ich „das größte & beste ZECHENHAUS in Deutschland“ schon unter
NEUES 215 ausführlich kommentiert habe, möchte ich heute ein paar Anmerkungen zur tatsächlich einer KATHEDRALE ähnelnden, unter Denkmalschutz stehenden KRAFTZENTRALE machen:

Kraftzentrale 1_resize.jpg

Die ersten BRIKETTFABRIKEN im Senftenberger Revier benötigten für den Betrieb der PRESSEN und zur TROCKNUNG der Kohle DAMPF, der zumeist in den fabrikeigenen KESSELHÄUSERN produziert wurde.
Parallel dazu baute die Ilse-Bergbau AG. in MARGA eine KRAFTZENTRALE mit 2 Gegendruck-DAMPFTURBINEN, die man mit je einem DREHSTROMGENERATOR koppelte. Damit war der erste Schritt zur Verwendung von elektrischer Antriebsenergie getan und man konnte allmählich DAMPFMASCHINEN durch E-MOTOREN ersetzen.

Dem EXPOSÉ „Lausitz-industriepark-marga-senftenberg“ entnahm ich folgende TECHNISCHEN DATEN zum GEBÄUDE selbst:

Zentrale_resize.jpg

„Der freistehende, eingeschossige ZWECKBAU des 1900 erbauten MASCHINENHAUSES verfügt über zweigeschossige FUNKTIONSANBAUTEN im nördlichen Gebäudeteil und über ein TURMBAUWERK. In ihm war die ZULUFTANLAGE mit entsprechenden Luftansaug-Öffnungen untergebracht. Im zentralen MASCHINENSAAL ist ein PORTALKRAN eingebaut (12 Mp). Im KELLER des Gebäudes sind noch die Maschinenfundamente der TURBINEN vorhanden. Der DACHRAUM ist nicht ausgebaut.
Für die KRAFTZENTRALE gab es in der Vergangenheit immer wieder Interessenten mit realistischen Plänen, doch die hohen Auflagen des Denkmalschutzes und der hohe Marktwert des Grundstücks machten bisher leider alle Vorhaben zunichte.“

Die LMBV hat dankenswerterweise für den elektrischen Anschluss in beiden Gebäuden gesorgt, also auch in der Kraftzentrale, die wegen der erwähnten BAUMÄNGEL im Moment nicht nutzbar ist.

Doch wie schon oben vermeldet, erschien heute ein kleines LICHT AM HORIZONT in der >Lausitzer Rundschau“ – genauer gesagt, auf Seite 9 unter der Überschrift: >DIE ZECHENHAUS-IDEE BEGEISTERT<:
Demnach soll das ZECHENHAUS in Brieske zu einem OFFENEN ORT DER KULTUR gestaltet werden. Da könnte eventuell auch für die KRAFTZENTRALE etwas abfallen – vor langer Zeit gab es ja schon mal eine zündende STUDENTEN – DISCO im damals arg verstaubten Maschinensaal…und auch unser verehrter Herr Professor gab schon einmal ein kleines KONZERT am SAALEINGANG

BLEIBEN WIR ALSO WEITERHIN OPTIMISTISCH !
grawert 2_resize.jpg
ER IST ES DOCH AUCH ! :)


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